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FES Stockholm

Seit langem dienen die Wohlfahrtsstaaten der skandinavischen Länder weltweit als vorbildliche Verbindung von Sozialstaat und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Das sogenannten „Nordic model“ mit seiner umfassenden sozialen Sicherung aller Gesellschaftsschichten beschert den skandinavischen Ländern regelmäßig Spitzenplätze in internationalen Vergleichen. Worin liegen die Stärken dieses Wohlfahrtsmodells und welche Herausforderungen stehen diesem in Zeiten von Finanzkrisen und einer zunehmend globalisierten Welt entgegen? Was kann Deutschland von den nordischen Erfahrungen lernen?

Dies sind einige der Fragen, welche die Arbeit des „Nordic Office“ der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ausmacht. Das Büro mit Sitz in Stockholm wurde im Jahr 2006 mit dem Ziel gegründet, die deutsch-nordische Zusammenarbeit zu fördern. Das Regionalprojekt umfasst nicht nur Schweden, sondern auch Dänemark, Finnland, Island und Norwegen.

Neben der Politikberatung zu Fragen des Wohlfahrtsstaats engagiert sich die FES vor allem im Austausch mit und über Gewerkschaften. Hier stehen Arbeits- und Tarifpolitik im Vordergrund. Daneben begegnet die FES der in den skandinavischen Ländern verbreiteten Europaskepsis, indem sie den europapolitischen Dialog stärkt. Schließlich spielt die Entwicklung des Ostseeraums als eine europäische Modellregion eine zentrale Rolle, in deren Rahmen das FES-Büro Erfahrungen aus der bisherigen nordischen Kooperation einzubringen versucht.

Dies geschieht vor allem auf Grundlage von Seminaren und Workshops sowie durch die Bereitstellung von Publikationen. Wichtige Partner_innen sind dabei zum einen die sozialdemokratischen Parteien und Gewerkschaften in den jeweiligen Ländern und zum anderen regionale Organisationen. Daneben besteht ein kontinuierlicher Kontakt und Austausch mit verschiedenen Think Tanks und Stiftungen, deren Arbeitsschwerpunkte auf der Entwicklung sozialer Demokratie, eines nachhaltigen Wohlfahrtsstaates sowie auf der Öffnung des Nordens gegenüber Europa und der EU liegen.